Wichtig für Region Braunschweig: Schienenausbauprojekt steigt auf

Veröffentlicht am 6. November 2018

Das Schienenausbauprojekt Lehrte/Hameln – Braunschweig – Magdeburg – Roßlau ist im Bedarfsplan für den Ausbau der Schienenwege des Bundes in eine höhere Kategorie aufgestiegen. Das hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur heute in Berlin bekanntgeben. Dazu erklärt der Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordneten Carsten Müller:

„Der Aufstieg der Ausbaustrecke aus der Kategorie Potenzieller Bedarf in die Kategorie Vordringlicher Bedarf ist eine weitere wichtige Weichenstellung für eine zukunftsfähige Infrastruktur in unserer Region. Nachdem der Ausbau der Weddeler Schleife nach der Einigung von Land Niedersachsen, Regionalverband Großraum Braunschweig und Deutscher Bahn vor einem Jahr nunmehr schrittweise Fahrt aufnimmt, ist die Höherstufung dieses Projekts folgerichtig und sehr sinnvoll. Auch und vor allem deshalb, weil hier die Elektrifizierung des Streckenabschnitts zwischen Hameln und Elze vorgesehen ist. Diese ist Voraussetzung für eine südliche Umfahrung des Knoten Hannover sowie des Engpassbereiches Lehrte – Braunschweig. Die Grundlagen für einen zuverlässigen, leistungsfähigen und flexiblen Personen- und Güterverkehr in unserer Region sind gelegt. Jetzt heißt es, gemeinsam am Ball zu bleiben, damit den Worten auch Taten folgen.“

Hintergrund: Der Deutsche Bundestag hat im Dezember 2016 das Dritte Gesetz zur Änderung des Bundesschienenwegeausbaugesetzes (BSWAG) beschlossen. Dieses Gesetz umfasst als Anhang auch den geltenden Bedarfsplan für den Ausbau der Schienenwege des Bundes. Dieser enthält Projekte in der Kategorie Potenzieller Bedarf, die in den Vordringlichen Bedarf aufgenommen werden, sobald die Voraussetzungen wie eine positive gesamtwirtschaftliche Bewertung erfüllt sind. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat nunmehr die Projekte des Potenziellen Bedarfs bewertet und die Ergebnisse heute in Berlin bekanntgegeben. Das Projekt Lehrte/Hameln – Braunschweig – Magdeburg – Roßlau erreichte in der gesamtwirtschaftlichen Bewertung ein positives Nutzen-Kosten-Verhältnis und erfüllt damit die Kriterien für die Aufnahme in den Vordringlichen Bedarf. Konkret geht es um Elektrifizierung und Kapazitätssteigerung auf den Strecken zwischen Lehrte/Hameln, Magdeburg und Falkenberg sowie um die Erhöhung der Streckengeschwindigkeit zwischen Lehrte und Wolfsburg.