Verbindliches Effizienzziel ist wichtig, um teure Energieverschwendung zu begrenzen

Veröffentlicht am 5. Februar 2014

Entscheidung des Europaparlaments zu Energie- und Klimazielen bis 2030

Zur heutigen Entscheidung des Europäischen Parlaments, an drei verbindlichen Energie- und Klimazielen bis 2030 festzuhalten, erklärt der Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Carsten Müller: 

„Mit seiner Entscheidung, an der Zieltrias in der europäischen Energie- und Klimapolitik festzuhalten, hat das Europaparlament klug und weitsichtig gehandelt. Die Parlamentarier fordern nicht nur, dass der Kohlendioxid-Ausstoß bis 2030 gemessen am Stand 1990 um mindestens 40 Prozent reduziert und der Anteil von erneuerbaren Energien um 30 Prozent erhöht wird, sondern auch, dass die Energieeffizienz um 40 Prozent gesteigert wird. Das ist ein sehr wichtiges und zu begrüßendes Signal! Die Pläne der EU-Kommission bis 2030 sehen bisher keine verbindlichen Ziele für Energieeinsparung vor. Dabei kann wirksamer Klimaschutz nur funktionieren, wenn der Energieverschwendung Einhalt geboten wird. 

Ich hoffe daher, dass die heutige Entscheidung des Europäischen Parlaments Vorbildcharakter haben und sich auch der EU-Rat dieser Haltung anschließen wird. Für die deutsche und europäische Wirtschaft wäre dies sehr wichtig, damit es künftig zuverlässigere Rahmenbedingungen für Investitionen von Unternehmen, Verbrauchern und öffentlicher Hand gibt und so teure Energieverschwendung verhindert werden kann.

Die – wenn auch knappe – Entscheidung des Europaparlamentes begrüße ich auch deswegen so ausdrücklich, weil es leider immer noch zu viele Politiker gibt, die die enormen Chancen der Energieeffizienzbranche als Wachstumsmotor für unsere Wirtschaft nicht vollständig erkannt haben.

Eine Untersuchung des Fraunhofer Instituts hat gezeigt, dass in der EU ein wirtschaftliches Endenergie-Einsparpotenzial von 41 Prozent existiert. Dessen Erschließung würde die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Haushalte und Industrie würden ab 2030 durch gesunkene Energierechnungen netto jährlich 240 Milliarden Euro einsparen und ca. 500 Milliarden Euro im Jahr 2050.