Nationaler Aktionsplan zur Steigerung der Energieeffizienz muss rasch vorgelegt werden

Veröffentlicht am 16. April 2014

Studie und CDU/CSU-Positionspapier zur Energieeffizienz

Zu dem Positionspapier „Energieeffizienz – für Konjunktur und Natur“ des Klimakreises der CDU/CSU-Bundestagfraktion sowie anlässlich der heutigen Vorstellung der Kurzstudie „Energieabhängigkeit von Russland durch Energieeffizienz reduzieren“ von ECOFYS im Auftrag der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) erklärt der Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Klimakreises, Carsten Müller:

„Vor dem Hintergrund der Krim-Krise und der Diskussionen über die deutsche Anhängigkeit von russischen Energieimporten kommt die ECOFYS-Studie zu einem wichtigen Ergebnis: Die Einsparung von Energie ist das sicherste, umweltfreundlichste und unabhängigste Mittel, um die deutsche Gasabhängigkeit von Russland zu reduzieren. So könnte durch Energieeffizienzmaßnahmen im Wärmebereich in nur zehn Jahren die Abhängigkeit von russischem Gas halbiert werden.

Daraus müssen nun die richtigen Schlüsse gezogen werden. Wir brauchen rasch eine ernsthafte und kluge Energieeffizienzpolitik, wozu ganz besonders ein zuverlässiger und ambitionierter nationaler Aktionsplan Energieeffizienz gehören muss. Dieser sollte aus verbindlich festgeschriebenen Zielen und passgenauen Anreizen für Hausbesitzer und Unternehmen gleichermaßen bestehen. 

Das Positionspapier des Klimakreises der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, an dem ich mitgewirkt habe, nennt dazu wichtige Maßnahmen. Ganz wichtig: Als Basis brauchen wir ein verbindliches Energieeffizienzziel auf EU-Ebene von 40 Prozent bis 2030 sowie ein nationales Energieeffizienzgesetz – damit wird die notwendige Planungssicherheit für Wirtschaft und Verbraucher geschaffen.

Darüber hinaus müssen u.a. bei der energetischen Gebäudesanierung die Fördermittel der KfW aufgestockt und endlich eine steuerliche Förderung energetischer Sanierung eingeführt werden. Im Industriebereich müssen stärkere Anforderungen für Energieeffizienz an Unternehmen gestellt werden, die bei der EEG-Umlage privilegiert werden. 

Diese und andere Maßnahmen müssen endlich angepackt werden. Die Energiewende kann schließlich nur zum Erfolg geführt werden, wenn es neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien auch endlich eine Effizienzrevolution gibt.“