Kindergeld muss sich an tatsächlichen Lebenshaltungskosten orientieren

Veröffentlicht am 9. August 2018

Nach Angaben der Bundesregierung ist die Zahl ausländischer Kindergeldempfänger innerhalb eines halben Jahres um mehr als zehn Prozent angestiegen. Dazu erklärt der Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller:

„Die steigende Zahl ausländischer Kindergeldempfänger stellt die Kommunen vor große Herausforderungen und offenbart einmal mehr den dringenden Handlungsbedarf. Nicht zu rütteln ist am grundsätzlichen Anspruch von EU-Bürgern auf Kindergeld für ihre in einem anderen EU-Land lebenden Kinder. Aber: Wir brauchen Anpassungen, um Fehlanreize abzubauen und Missbrauch zu verhindern. Warum bekommen Kinder, die beispielsweise in Bulgarien oder Rumänien leben, in gleicher Höhe Kindergeld wie hier wohnende Kinder? Und das, obwohl in diesen Ländern die Lebenshaltungskosten, nach denen sich das Kindergeld bemisst, oftmals deutlich niedriger liegen als in Deutschland. Dieses Ungleichgewicht muss beseitigt werden. Hier ist die Europäische Union gefordert. Sie hat die Weichen dafür zu stellen, dass sich die Höhe des Kindergeldes zukünftig an den tatsächlichen Lebenshaltungskosten des Herkunftslandes orientiert. Die Bundesregierung hat diese Problematik bereits in der Vergangenheit auf europäischer Ebene thematisiert und wird dies auch weiter tun.“