Dringende Hilfsprogramme für unsere Wälder – 700 Millionen Euro abrufbar

Veröffentlicht am 20. November 2020

Zum Start der 700 Millionen Euro-Konjunkturhilfen für den Wald erklärt der Braunschweiger CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller:

„Ich begrüße den Start der neuen und dringend notwendigen Hilfsmaßnahmen für unsere Wälder. Die neuen Waldhilfen haben ein Volumen von 700 Millionen Euro, ergänzen bestehende Maßnahmen und ermöglichen für die Wälder und die Forstbetriebe schnelle Unterstützung. Das ist ein deutliches Signal des Bundes. Wir wollen und müssen den Wald erhalten und diejenigen stützen, die mit ihm arbeiten und von ihm leben. Gemeinsam müssen wir riesige Flächen wieder bewalden – für die Menschen, die Natur und das Klima!“

Heute startet ein 500 Millionen Euro Wald-Hilfsprogramm. Es richtet sich an kommunale und private Forstbetriebe, die besonders seit dem Herbst 2017 außerordentlich von Borkenkäfern, Sturm und Dürre betroffen sind. Überlastung des Holzmarktes und den Preisverfall gleicht die Bundesregierung den Waldeigentümern mit einer Prämie von 100 Euro bzw. 120 Euro je Hektar, bis höchstens 200.000 Euro, aus. Die Bagatellgrenze liegt bei einem Hektar. Zur Vereinfachung müssen Eigentümer die Verluste nicht einzeln nachweisen. Verluste werden auf nationaler Ebene durch das Thünen-Institut eingeschätzt. Die Antragstellung erfolgt unter www.bundeswaldpraemie.de.

Daneben gibt es zwei weitere Programme mit Investitionsmitteln von jeweils 50 Millionen Euro. Das Investitionsprogramm Wald richtet sich an Forstbetriebe und forstliche Dienstleistungsunternehmen. Die Mittel können als 40 prozentige Investitionszuschüsse für moderne Technik und IT-Unterstützung beantragt werden. Weiterführende Informationen gibt es unter www.rentenbank.de. Das Investitionsprogramm Holz richtet sich an Unternehmen der Holzwirtschaft. Ziel ist die Anpassung an eine sich ändernde Rohstoffgrundlage – die Verwertung von Kalamitätsholz, verstärktes Aufkommen von Laubholz und der Verwendung von Holz als Baustoff. Diese Förderrichtlinie wird derzeit erstellt und weiterführende Informationen werden anschließend bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) abrufbar sein - www.ble.de.

Schließlich wird eine Fördermaßnahme mit einem Umfang von 100 Millionen Euro zur Förderung klimafreundlichen Bauens mit Holz gestartet. Ziel ist es, neben der Entwicklung und beschleunigten Einführung innovativer Technologien, Verfahren und Produkten, den Holzbau im großvolumigen und mehrgeschossigen Bau nachhaltig zu etablieren. Auch diese Richtlinie wird derzeit abgestimmt. Als Träger des Projekts ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) vorgesehen - www.fnr.de.