Newsarchiv - Quelle: Carsten Müller

Report Berlin 02/2018

Veröffentlicht am 2. Februar 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

die Koalitionsverhandlungen laufen zwar noch, der Bundestag startete in dieser Woche dennoch mit der Konstituierung der Fachausschüsse durch. Ich freue mich, dass ich in dieser Wahlperiode dem Ausschuss für Wirtschaft und Energie als ordentliches Mitglied sowie dem Auswärtigen Ausschuss und dem Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur als Stellvertreter angehören darf. Ob Wirtschaft, Energie, Verkehr oder Internationales – auf all diesen Feldern sind die Herausforderungen groß, es gibt viel zu tun. Daran werde ich mich aktiv und verantwortungsvoll beteiligen.

Dabei geht es mir vor allem darum, dass wir den richtigen Rahmen schaffen, um Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland langfristig zu sichern. Dazu gehört es unter anderem, dass wir die Gründungskultur fördern und verbesserte Bedingungen für Gründer schaffen müssen. Davon verspreche ich mit auch wichtige Impulse für den Gründerstandort Braunschweig. Zudem müssen wir die Digitalisierung vorantreiben, dem Fachkräftemangel begegnen, Bürokratie abbauen sowie die Infrastruktur weiter ausbauen und modernisieren. Neben einem zielstrebigen und marktorientierten Ausbau der Erneuerbaren Energien ist der Energieeffizienz ein deutlich höherer Stellenwert beizumessen – sie ist die zweite tragende Säule der Energiewende. Für Braunschweig sowie andere Regionen in Deutschland, wo Wohlstand, Wachstum und Arbeitsplätze von der Automobilindustrie abhängen, ist es wichtig, die Mobilität der Zukunft klug, intelligent und vor allem ohne Verbote zu gestalten. Diese und andere Aufgaben zu bewältigen, wird viel Kraft und Energie verlangen. Aber: Die Wirtschaft in Deutschland boomt, noch nie waren so viele Menschen in Arbeit und Beschäftigung, wir sind ein anerkannter Partner auf internationalem Parkett. Dieses Sprungbrett müssen und werden wir nutzen!

Sehr bewegend war für mich am Mittwoch die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus und die Rede von Anita Lasker-Wallfisch, einer Überlebenden der Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen. Sie sagte unter anderem sehr treffend: „Hass ist ein Gift. Und letzten Endes vergiftet man sich selbst.“ Für mich steht fest: Wir haben die Erinnerung an die dunkle NS-Zeit, an Verfolgung und Vernichtung wachzuhalten – eine Zeit, die wir in Deutschland nie, nie wieder erleben wollen. Deshalb ist es so wichtig, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, aus Fehlern zu lernen sowie die richtigen Schlussfolgerungen für Gegenwart und Zukunft zu ziehen. Leider haben wir noch immer Antisemitismus in unserem Land zu beklagen. Wir stehen an der Seite aller Menschen jüdischen Glaubens und werden nicht zulassen, dass diese heute wieder vermehrt um ihre Sicherheit in Deutschland fürchten müssen.

Zum Abschluss eine positive Nachricht: Das Wilhelm-Gymnasium Braunschweig wurde zur Teilnahme an der neuen Bildungsinitiative „Leistung macht Schule“ ausgewählt. An dieser Schule sollen zukünftig die besonders klugen Köpfe von morgen entdeckt und ihre Talente gezielt gefördert werden – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Status. Herzlichen Glückwunsch!

Mit freundlichen Grüßen 

Ihr/Euer Carsten Müller